Wir beraten Menschen, die in Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt im kirchlichen Kontext erfahren haben:
Unabhängig
Wir arbeiten völlig unabhängig von der Kirche.
Unterstützend
Wir zeigen Wege auf, kennen die kirchlichen Strukturen, Abläufe und Verfahren und unterstützen Sie bei allen Schritten, die Sie unternehmen möchten.
Umfassend
Durch unser Netzwerk ehrenamtlicher Menschen, können wir juristische oder psychologische Beratung vermitteln.
Vernetzt
Durch unsere Vernetzung mit Betroffeneninitativen in ganz Deutschland ermöglichen wir Austausch, Gespräche und gegenseitige Unterstützung.
Vertrauensvoll
Ihre Themen bleiben bei uns. Wir hören zu und bieten Ihnen Platz für einen vertrauensvollen Austausch.
Gemeinsam
Bei uns arbeiten Betroffene und Nicht-Betroffene Hand in Hand.
Kostenlos
Wir finanzieren uns zu 100% aus Spenden, damit wir Betroffenen unser Angebot kostenlos zur Verfügung stellen können.
Bereits 2025 haben wir eine kleine Datenerhebung zum katholischen Verfahren zur Anerkennung des Leids durch die Unabhängige Kommission für Anerkennungs-leistungen (kurz UKA-Verfahren) gemacht.
Auch wenn der Rücklauf gering war, bestätigten die Ergebnisse erste Vermutungen, die wir aus der Praxis kannten:
- Viele Betroffene erhalten keine Eingangsbestätigung bzw. wird ihnen diese durch das Bistum nicht mitgeteilt.
- Die Verfahren dauern häufig länger als ein Jahr. Dabei ist nicht nur ein Faktor die UKA selbst, sondern auch die Plausibilitätsprüfung durch die Bistümer.
- Das Verfahren wird häufig als belastend und intransparent erlebt. Unklare Abläufe, wenig Informationen und unterschiedliche Vorgehensweisen der Bistümer erschweren vielen Betroffenen die Orientierung im Verfahren.
Diese Umfrage und die Ergebnisse waren Anlass, dass der Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz entschieden hat, uns mit einer längerfristigen Datenerhebung zu unterstützen.
Die Erhebung läuft vom 15. Juni 2026 bis mindestens Juni 2027. Alle Angaben werden anonym und datenschutzkonform erfasst und in aggregierter Form ausgewertet. Eine Identifikation einzelner Personen ist nicht möglich.
Die Daten werden halbjährlich ausgewertet und die Ergebnisse öffentlich zugängig gemacht.
Eine Leerstelle, die geschlossen werden muss
Bislang fehlt eine kirchenunabhängige Stelle, bei der Betroffene ihre Erfahrungen mit diesem Verfahren melden oder dokumentieren könnten. Die UKA und Bistümer veröffentlicht zwar statistische Daten zu eingereichten Anträgen und gezahlten Leistungen, doch die konkreten Erlebnisse der Betroffenen sowie die Qualität und Dauer des Verfahrens werden nicht systematisch erfasst. Diese Leerstelle wollen wir mit dieser Erhebung schließen.
Was ist neu am Fragebogen?
Durch eine Verfahrensnummer (die keine Rückschlüsse auf eine Identität zulässt), können über einen längeren Zeitraum nun mehrere Fragebögen (Erstantrag, Folgeantrag, Widerspruch) ausgefüllt werden und so ein Gesamtergebnis erstellt werden. Somit können auch aktuelle und laufende Verfahren erfasst werden.
Zudem haben wir noch Fragen zur Erfahrung eingebaut, die eine einheitlichere statistische Auswertung möglich machen.
- Die Daten werden von uns ausschließlich anonymisiert ausgewertet.
- Es werden keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Personen gezogen.
- Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig.
Der Fragebogen kann hier abgerufen werden:
Wir bedanken uns bei dem Betroffenenbeirat der DBK für die Unterstützung der Umfrage.
Wir wissen, dass es auch eine Umfrage für das evangelische Anerkennungsverfahren braucht. Unsere Ressourcen lassen dies leider gerade nicht zu. Wir sind aber offen, falls der Betroffenenbeirat der EKD uns ebenfalls unterstützen möchte.
2025 war für LEUCHTZEICHEN ein Jahr des Neubeginns und der Weiterentwicklung. Seit März erreichten uns 32 Erstkontakte aus ganz Deutschland, mehr als die Hälfte davon mit dem Wunsch nach weiterführender Begleitung. Zum Jahresende wurden 19 Menschen langfristig unterstützt, häufig in komplexen Entschädigungsverfahren.
Unser Angebot wurde gezielt erweitert, unter anderem durch Awareness-Arbeit bei Veranstaltungen und die konfessionsübergreifende Öffnung der Beratung. Unverändert arbeiten wir unabhängig von kirchlichen Strukturen und ausschließlich spendenfinanziert.
Der Jahresbericht 2025 gibt einen vertieften Einblick in Zahlen, Entwicklungen und Perspektiven für 2026.
